MYTHOS MEGAPIXEL – Warum Megapixel nicht alles sind

Seit Ewigkeiten bläut man uns ein ‚Mehr ist besser’. Gerade in der Digitalfotografie wird der Konsument nahezu überschwemmt mit Werbebotschaften zu x fach-Zoom, verschiedensten Funktionen zu Filtern und Einstellungen und natürlich den ominösen Megapixel. Hersteller von Digitalkameras werben noch immer mit stetig steigenden Megapixel Werten. Bis zu 12 Millionen Megapixel nehmen moderne Kameras auf. Je mehr Pixel, so heißt es, desto besser die Bildqualität. Was aber steckt hinter diesem Mythos? Ist mehr wirklich besser?

Was sind Pixel überhaupt?

‚Pixel’ ist ein Kunstwort, das sich aus dem Englischen ‚Pix’, umgangssprachlich für ‚picture’ und ‚Element’ zusammensetzt und im Deutschen mit Bildpunkt oder Bildelement übersetzt werden kann. Es beschreibt die einzelnen Farbwerte einer digitalen Rastergrafik. Man könnte also annehmen, dass mehr dieser Farbwerte ein besseres Bild entstehen lassen. Dem ist aber nur bedingt so. Mehr Pixel heißen in erster Linie, dass man einzelne Bildausschnitte vergrößern kann ohne einen Qualitätsverlust in Kauf nehmen zu müssen. Dies aber auch nur dann, wenn alle anderen Kamerakomponenten der hohen Sensorauflösung gewachsen sind.

Kodak hat den Pixel-Dschungel gut verständlich aufgeschlüsselt:

Pixel-Darstellung

Das ernüchternde Ergebnis ist, dass man bereits mit 6 bis 7 Megapixel Kameras Fotos schießen kann, die der Auflösung des menschlichen Auges gleichkommen (Quelle: www.derspiegel.de). Wer also auf extreme Ausschnittsvergrößerungen verzichten kann, benötigt keine 10 oder mehr Megapixel.

Worauf es wirklich ankommt?

Um lange Freude mit der neuen Digitalkamera zu haben, heißt ‚mehr’ nicht automatisch ‚besser’. Es treten noch andere Kriterien auf den Plan. So spielt beispielsweise die Lichtempfindlichkeit (ISO-Zahl) eine entscheidende Rolle. Je lichtempfindlicher, desto besser ist die Kamera auch für schwierige Lichtverhältnisse wie Dämmerung oder Morgenröte gewappnet. Weiters sollte man als Kriterium die Batterielaufzeit (CIPA-Standard) nicht außer Acht lassen. Gängigen Kompaktkameras machen 130 bis 580 Aufnahmen mit einer Batterieladung. Dann ist Feierabend! Bei Modellen mit schwacher Batterielaufzeit also Ersatzakku nicht vergessen, sonst steht man schnell ohne Strom vor dem ersehnten Motiv. Auch gilt es sich über den Prozessor schlau zu machen. Der Prozessor bewirkt, dass die Kamera schnell einsatzfähig, sprich ‚schussbereit’ ist. Wenn es bis zu einer Sekunde dauert bis der Apparat sich nach dem Knipsen erneut lädt, liegt das an einem schwachen Prozessor. Und gute Fotos bedürfen Schnelligkeit. Nicht um sonst spricht man von ‚Schnappschuss’ oder ‚Momentaufnahme’. Nach dem Einschalten oder sobald das Motiv anvisiert ist, muss ohne merkliche Verzögerung ausgelöst werden, sonst ist der Moment vorbei. Zu guter Letzt kommt es auf den Fotografen an, denn am Ende nützt alle Technik nichts, wenn der Mensch, der sie bedient keinen Blick für das Motiv hat.

Wenn es also wirklich gut werden soll, treten Sie mit uns in Kontakt! Wir helfen Ihnen mit professionellen Know-How, exzellenter Technik und einem geschulten Auge, damit auch Ihr Schnappschuss eine Erinnerung für die Ewigkeit wird.