Sinnlich in Szene gesetzt beim Akt-Shooting

Akt- oder Erotik-Fotos sind ein beliebtes Geschenk zum Valentinstag, zum Weihnachtsfest oder aus Anlass von Partnerschafts-Jubiläen. Doch Aufnahmen des (teilweise) entblößten Körpers entstehen nicht wie ein Passfoto in wenigen Minuten. Sie verlangen allen Beteiligten Höchstleistungen ab und erfordern sowohl VOR als auch HINTER der Kamera gründliche Vorbereitung. Dieser Beitrag verrät Ihnen, worauf es bei einem Akt- oder Erotik-Shooting ankommt und wie Sie bei dieser Art von Aufnahmen mitwirken.

Ursprung und Entwicklung der Akt-Fotografie

Um zu verstehen, was Akt-Fotografie so besonders macht, lohnt sich ein Blick in ihre Geschichte: Ursprünglich dienten die Aufnahmen als Proportions-Studien, die ausschließlich Kunstschaffenden zur Verfügung standen. Sie konnten beliebig oft vervielfältigt werden und waren damit ein deutlich preiswerteres Lehrmittel als bis dahin übliche Lebend-Modelle.

Gleichzeitig bildete jede einzelne Aufnahme eine unverzichtbare Einnahmequelle. Zum Kauf berechtigte Künstler tauschten die Fotos gegen Lebensmittel und Luxusgüter ein, die sie sich normalerweise nicht hätten leisten können. Je hochwertiger die Akt-Bilder wirkten, desto mehr brachten sie dem Schwarzmarkt-Händler ein.

Kein Wunder also, dass sich dieser Zweig der Fotografie schnell zum eigenständigen Genre entwickelte. Schon wenige Jahre nach ihrer Etablierung zeigten Akt-Aufnahmen immer weniger statische Posen. Vielmehr schienen die Abgebildeten immer häufiger in ganz privaten Momenten ertappt worden zu sein: Beim Abstreifen der Tages- oder Nachtkleidung, beim Auflegen von Make-up oder beim Richten der Frisur.

Moderne Akt-Fotografie

Bis heute gehören solche Aufnahmen zu den besten Beispielen gelungener Akt-Fotografie. Obwohl sie viel weniger Nacktheit abbilden als ihre historischen Vorläufer, wirken sie ungleich intimer. Sie zeigen all jene Facetten der Persönlichkeit, die bei einer direkten Gegenüberstellung verborgen bleiben – weil sie durch Kleidung, Gestik oder Stimme des Models verfälscht werden.

 

Die versteckten Stärken zu erkennen und ins buchstäblich rechte Licht zu rücken, ist Aufgabe des Fotografen. Er muss genügend Erfahrung mitbringen, um ein Akt-Shooting zu leiten; darf die abzubildende Person jedoch nicht dominieren. Sie soll ganz sie selbst sein und sich so natürlich wie möglich geben. Das eröffnet dem Fotografen zahlreiche Möglichkeiten, Eigenheiten einzufangen bzw. zu betonen oder abzuschwächen.

Hierfür ist Vertrauen unerlässlich. Zwischen den Personen vor und hinter der Kamera muss die redensartliche Chemie stimmen; sie müssen einander sympathisch sein und sich mit Offenheit begegnen. Die daraus resultierende Dynamik ist der Treibstoff für das Shooting; sie gibt das Tempo vor und inspiriert das Model zu Posen, die der Fotograf im geeigneten Moment einfängt.

Formen und Mittel der Akt-Fotografie

Welche das sein könnten, hängt maßgeblich von der Art des Akt-Shootings ab. Sie haben die Möglichkeit,

  • einzeln
  • als Paar
  • als Schwangere
  • mit Ihrem Baby

vor die Kamera zu treten – und werden jedes Mal ansprechend inszenierte Akt-Fotos erhalten.

Bei den Aufnahmen schöpfe ich alle zur Verfügung stehenden Mittel aus. Im Laufe der Session entstehen

– Ganzkörper-,
– Teil-,
– Detail-,
– Farb- und
– Schwarz-Weiß-

Fotos, aus denen Sie sich am Ende des Shootings die schönsten Bilder aussuchen können.

Wie intim die Akt-Aufnahmen werden, entscheiden Sie allein. Von allzu eindeutigen Posen rate ich Ihnen jedoch ab. Sie würden das Anliegen des Shootings karikieren, denn ihre erotische Ausstrahlung erhalten die Fotos erst durch das, was die Betrachter/-innen nicht zu sehen bekommen.

Gestaltung eines Akt-Shootings

Das Spiel mit der Ahnung hat zahlreiche Variationsmöglichkeiten. Sowohl die Lichtverhältnisse und der Blickwinkel als auch die Location und die dort herrschenden Gegebenheiten werden zum Teil der Inszenierung. Sie können sich beim Akt-Shooting im (Halb-) Schatten aufhalten, hinter einem Baum verbergen oder aus ungewöhnlichen Perspektiven fotografieren lassen. Das Ergebnis fällt selbst bei gleichen Posen immer wieder anders aus – und wird Sie überraschen.

Des Weiteren kommen im Rahmen eines Akt-Shootings zahlreiche Accessoires zum Einsatz.

  • Schmuck,
  • Textilien,
  • Fetisch-Artikel und / oder
  • Erotik-Toys

können einzelne Körperstellen betonen oder verbergen und unterstützen das Posing vor der Kamera auf dezente Weise. Neben den Bestandteilen meines Studio-Fundus‘ dürfen Sie eigene Requisiten in das Akt-Shooting einbringen.

Ihre Wünsche und Bedenken beim Akt-Shooting

Überhaupt sind Ihre Ideen bei erotischen Aufnahmen gefragt. Machen Sie sich vor der Session Gedanken darüber, wie Sie auf den Bildern wirken möchten, welche Partien Sie besonders betont wissen wollen und / oder wo Ihre (vermeintlichen) Schwachstellen sitzen. Ihre Angaben dazu fließen in meine Arbeit ein und bestimmen den Verlauf des Shootings mit.

Dabei dürfen Sie sich einmal mehr überraschen lassen – denn selbst (scheinbar) unattraktive Körperteile können bei raffinierter Beleuchtung oder aus einem ungewöhnlichem Blickwinkel interessant wirken. Ähnliches gilt für die dargestellte Rolle. Auch, wenn Sie im wahren Leben eher zurückhaltend sind, können gezielte Erotik-Bilder Sie wie eine Femme fatale oder einen Homme fatal wirken lassen.

Niemals aber geschieht etwas gegen Ihren ausdrücklichen Willen. Sollten Sie sich im Laufe der Session unwohl fühlen, mit der Inszenierung hadern oder sonstige Bedenken haben: Sprechen Sie es offen an! Akt-Shootings leben nicht nur vom handwerklichen Können des Fotografen und ausgefallenen Ideen – sondern vor allem von einem guten Feeling und jeder Menge Spaß.

Ihr Beitrag zum Akt-Shooting

Damit Sie sich genau so sinnlich fühlen wie es die entstehenden Erotik-Bilder suggerieren, sollten Sie sich intensiv auf das Akt-Shooting vorbereiten. Nach unserem Erst- bzw. Orientierungs-Gespräch vereinbaren wir einen Termin für die eigentliche Session. Bis dahin haben Sie genügend Zeit, Ihren Körper für die Aufnahmen zu optimieren.

Dabei geht es nicht darum, für scheinbare Ideal-Maße zu sorgen oder bestimmten Vorstellungen zu entsprechen. Sie sind von Natur aus das perfekte Model – ganz gleich, wie groß bzw. durchtrainiert Sie sind, welchen Brustumfang Sie haben oder ob Sie sich regelmäßig rasieren.

Privates Posen – Übungen für ein gutes Körpergefühl

Vielmehr sollen Sie „eins mit sich“ werden. Finden Sie heraus, in welcher Pose Sie sich am besten gefallen und welche Haltung Ihre „Schokoladenseite“ betont. Drehen und positionieren Sie sich vor einem ausreichend großen Spiegel, lächeln und zwinkern Sie sich aufmunternd zu oder probieren Sie sich am lasziven Augenaufschlag.

Möchten Sie als Pärchen zum Akt-Shooting kommen, sollten Sie Ihre/-n Liebste/-n in die Vorbereitungen einbeziehen. Zu zweit haben Sie mehr Möglichkeiten für erotisch wirkende Posen; müssen sich aber abstimmen – denn was dem/der einen gefällt, muss der/die andere noch lange nicht billigen.

Volle Körperkontrolle – Kleinigkeiten mit großer Wirkung

Auch aus technischer Sicht gibt es noch ein paar Aspekte, die Sie beachten sollten, um das Shooting bestmöglich zu unterstützen:

  • Machen Sie keine Experimente mit Haarentfernungsmitteln, Selbstbräuner oder Pflege-Produkten! Jede unvorhergesehene Hautreaktion beeinflusst Ihr Wohlbefinden und schlägt sich dadurch doppelt auf den entstehenden Fotos nieder.
  • Verzichten Sie am Tag des Shootings auf Sunblocker sowie auf Pflege- und Kosmetik-Artikel, die Glitter enthalten. Diese Produkte reflektieren das Licht und lassen Ihre Haut auf den Bildern kalkweiß oder fleckig erscheinen.
  • Tragen Sie vor dem Shooting eine möglichst leichte Body-Lotion auf. Sie sorgt für ein ebenmäßiges Hautbild, legt eventuell vorhandene Härchen an und minimiert den Glanz. Am besten eignen sich Après-Sun-Produkte, da sie einen geringen Fett-Anteil besitzen und Rötungen kaschieren.
  • Geben Sie etwas Spülung oder Festiger in frisch gewaschenes Haar. Diese Maßnahme verhindert, dass es während der Aufnahmen „fliegt“ und im Scheinwerferlicht einen „Heiligenschein“ erzeugt.
  • Kommen Sie in lockerer Kleidung ans Set. Eng anliegende Träger oder Bündchen verursachen Abdrücke, die durch das Auge der Kamera wie Dellen oder Falten wirken. Auch die Spitzenbesätze von Dessous und innen angebrachte Label können sich auf der Haut abzeichnen. Bringen Sie Ihre bevorzugten Lingerie-Teile lieber mit und legen Sie sie erst unmittelbar vor dem Shooting an.

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