Ihr Profilfoto – eine besondere Art des Bewerbungsfotos

Ob Sie Kandidat-in für den ausgeschriebenen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz sind, hängt schon lange nicht mehr von einer perfekt zuammengestellten Bewerbungsmappe oder einem ein gut gelaufenen Vorstellungsgespräch ab. Sehr viel mehr Aussagekraft als ein optimales Anschreiben und sympathische Bewerbungsfotos hat für potenzielle Ausbilder oder Arbeitgeber die Tatsache, wie Sie sich in sozialen Netzwerken präsentieren. Dabei achten Personalchefs nicht nur auf die Aktionen und Meinungen, die Sie posten – sondern auch auf Ihr hier eingestelltes Profilfoto. Das verrät nämlich deutlich mehr über Sie als Ihnen vielleicht bewusst ist…

Was erlaubt ist und was nicht

Im Idealfall zeigt das Profilbild Sie von Ihrer redensartlichen Schokoladenseite. Anders als bei herkömmlichen Bewerbungsfotos können Sie hier Posen einnehmen oder sich mit Accessoires umgeben, die Ihr Wesen, Ihre Interessen oder Ihre Träume am besten widerspiegeln. Bei Ihrem Profilfoto darf es sich um eine Seitenansicht, ein maßvoll verfremdetes Portrait oder eine künstlerische Schwarz-Weiß-Aufnahme handeln. Das Bild darf mit Licht und Schatten, Farben oder Effekten spielen – und Sie ganz anders wirken lassen als im zurückliegenden / zukünftigen Vorstellungsgespräch. Auf einige Dinge aber sollten Sie bei der Auswahl lieber verzichten:

Karikaturen vom Bewerbungsfoto

Ein Profilbild auf Basis des eigentlichen Bewerbungsfotos zu erstellen, ist grundsätzlich in Ordnung – sofern es beim Betrachter nicht das Gefühl weckt, dass Sie sich über ihn oder die Situation lustig machen. Mitunter geschieht das völlig unbewusst; z.B. durch einen hinzugefügten Kommentar der Marke “So verkleidet ging ich zum Vorstellungsgespräch.”

Personen wegschneiden

Gruppen- oder Paarbilder entfalten ihre Wirkung nur dann, wenn der Betrachter alle an der Aufnahme Beteiligten sieht. Zeigt das Profilfoto nur noch Sie als Einzelperson, geht die eigentliche Aussagekraft des Bildes verloren – erst recht, wenn geisterhaft anmutende Finger ohne Besitzer oder ein Ohr ohne zugehörigen Kopf auf Ihrer Schulter ruhen.

Schnappschüsse aus dem Urlaub

Was genau möchten Sie jemandem mitteilen, wenn Sie sich inmitten einer Schar indischer Slum-Kinder zeigen? Falls Sie nicht gerade Entwicklungshelfer_in sind und ein Vorstellungsgespräch bei “Ärzte ohne Grenzen” absolvieren wollen / absolviert haben, sollten Sie auf ein solches Profilbild verzichten.

Fotos aus Kindertagen

Sie sind süß, witzig, nostalgisch – und meist auch ein bisschen peinlich. Wenn Sie nicht möchten, dass der gute Eindruck Ihres Bewerbungsfotos durch eine Aufnahme in Rundstrick-Hosen oder im schlecht sitzenden Kommunions-Ensemble gefährdet wird, entfernen Sie ein solches Profilbild lieber schnell.

Selfies

Im Gegensatz zu Bewerbungsfotos kann Ihr Profilbild von jedem Ort der Welt eingesehen werden. Doch finden Sie sich aus Froschperspektive oder mit Zahnpasta-Schaum im Mundwinkel wirklich schön?

Körperteile

Es mag sein, dass Ihre Zehen jedem Vergleich mit antiken Statuen standhalten – aber sind sie wirklich das einzig Vorzeigbare an Ihnen? Personalchefs, die ein solches Profilfoto sehen, möchten die Akte mit Sicherheit bald schließen – und zwar für immer!

Promis

Wenn Sie glauben, zwischen Ihnen und Angelina Jolie oder Brad Pitt besteht eine gewisse Ähnlichkeit, arrangieren Sie ein Vorstellungsgespräch bei der nächsten Doppelgänger-Agentur. Aber auch die wäre eher an Ihrem wahren Gesicht interessiert.